„Wasserzeichen“ für die Projektgemeinschaft Ewald

Für den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Ewald in Herten.

„Route des Regenwassers“ – so heißt das Wasserzeichen, das die EMSCHERGENOSSENSCHAFT an Projekte in der Region vergibt, die sich den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser als Ziel gesetzt haben. Am Dienstag, 14. Juli, hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT das Wasserzeichen an die Projektgemeinschaft Ewald überreicht: für die sinnvolle Nutzung von Regenwasser auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Ewald in Herten.

Das Wasserzeichen der Emschergenossenschaft steht als Symbol für einen intakten natürlichen Wasserkreislauf. Es wird bereits seit vielen Jahren in der gesamten Region für Projekte vergeben, die sich den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser zum Ziel gesetzt haben.

Die Projektgemeinschaft Ewald, die sich aus der Stadt Herten und der RAG Montan Immobilien GmbH zusammensetzt, hat auf dem ehemaligen Bergwerk Ewald in Herten einen Gewerbe- und Logistikpark errichtet. Im Rahmen der Entwicklung des Gebietes wurde für den größten Teil der Flächen ein Ableitungssystem für Regenwasser geschaffen.

Hauptvorflutachse für das Regenwasser ist eine offene Gracht: das sogenannte „Blaue Band“. Dieses ist im Norden an den Resser Bach und im Süden an den Schellenbruchgraben angeschlossen. Über eine Art Regenrinnensystem wird das Regenwasser, das unter anderem auf die Dächer der Zechenbebauung herabprasselt, somit in die Bäche geleitet.

Insgesamt handelt es sich um 5,5 Hektar befestigte Fläche. Hiervon sind 3,4 Hektar Verkehrsflächen und 2,1 Hektar Dachflächen von Kaue und Lohn-/Lichthalle, Heizzentrale, Fördermaschine Nord und Süd, Schacht 7, Betriebs- und Elektrowerkstatt, sowie Autohof und Ruhrkohle Bildung.

Die Kosten für die Maßnahme beliefen sich auf 280.000 Euro. 80 Prozent der Kosten, 224.000 Euro, wurden von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT über die Zukunftsvereinbarung Regenwasser getragen.

Durch die Abkopplung wird den Gewässern Resser Bach und Schellenbruchgraben jedes Jahr 36.000 Kubikmeter sauberes Regenwasser zugeführt. Dadurch wird zugleich eine spürbare Verbesserung der Niedrigwasseraufhöhung erreicht und darüber hinaus die Kanalisation entlastet. „Dies bedeutet auch einen besonders wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz bei Starkregen“, so Dr. Jochen Stemplewski.

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