Übersicht

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Regenwasser von der Kanalisation abzukoppeln. Für welche Lösung Sie sich entscheiden, ist zum Teil eine Geschmacksfrage. Ein wichtiger Faktor sind aber auch die Eigenschaften des Untergrundes. So sind der Abstand des Grundwassers von der Geländeoberfläche, die Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes, die Struktur des Bodens und die Geländeneigung wichtige Randbedingungen, die es bei der Wahl des Verfahrens zu beachten gilt. Einige Flächentypen erlauben ein breites Spektrum an Maßnahmen, während an ungünstigeren Standorten möglicherweise ein großer Speicherraum zur Zwischenspeicherung der Regenabflüsse vor der Versickerung notwendig ist oder aufgrund des hohen Grundwasserstandes keine tiefgründigen Anlagen realisiert werden können. Auf den Folgeseiten können Sie sich über die unterschiedlichen Bewirtschaftungsarten informieren und die passende Lösung für Ihr Grundstück ermitteln. Bei Bewirtschaftungsarten, die Sie selbst umsetzen können, finden Sie zusätzlich Bauanleitungen und ein Bemessungsprogramm.

Durchlässige Befestigung

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Flächenversickerung

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Mulden-Rigolen-Versickerung

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Teichanlage

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Einleitung in ein Gewässer

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Regenwassernutzung

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Entsiegelung

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Muldenversickerung

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Rigolenversickerung

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Schachtversickerung

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Dachbegrünung

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Warum Sie über Regenwasser nachdenken sollten

Wenn es regnet, fließt das Wasser in die Regenrinne oder den Gully und dann in die Kanalisation. Damit ist es aus den Augen und aus dem Sinn. Bei genauerem Hinsehen gibt es aber dennoch ein Problem. Letztlich wird bei dieser Vorgehensweise nämlich sauberes Regenwasser gemeinsam mit dem Schmutzwasser aus Haushalten und Gewerbe zu den Kläranlagen geleitet. Das verursacht unnötige Kosten – bei den Kanalnetzen, die wesentlich größer und teurer gebaut werden müssen, als es für das Schmutzwasser alleine nötig wäre, und dann auch noch in der Kläranlage.

Leidtragender sind zunächst Sie, denn über die Abwassergebühren kommen Sie für die entstehenden Kosten auf. Darüber hinaus wird aber auch die Natur in Mitleidenschaft gezogen. Wird Regenwasser in der Kanalisation abtransportiert, so steht es dem natürlichen Wasserhaushalt nicht mehr zur Verfügung. Es versickert nicht durch den Boden ins Grundwasser und fehlt in den Bächen und Flüssen, die gerade bei trockenem Wetter auf Wasserzufuhr angewiesen sind. Auch zu viel Regen ist eine Belastung, denn dann wird Wasser durch so genannte Regenentlastungen in die Gewässer abgeleitet und sorgt dort für problematische Hochwasserspitzen. Zu guter Letzt ist Regen ein Stück Natur, von der wir in unseren Städten häufig allzu wenig bemerken. Ein neuer Umgang mit Regenwasser kann einen Beitrag dazu leisten, Stadtbezirke lebendiger zu gestalten.

Was Sie selbst tun können, um Ihren Geldbeutel zu entlasten und gleichzeitig den Gewässern vor Ihrer Haustür etwas Gutes zu tun, erfahren Sie auf den nächsten Seiten. Es gibt viele Alternativen zur Ableitung von Regenwasser in die Kanalisation. Sie können das Wasser zur WC-Spülung, für die Waschmaschine oder zum Putzen benutzen – dann gelangt es zwar in die Kanalisation, aber es ersetzt das ansonsten benötigte Trinkwasser. Sie können es in Ihrem Garten versickern lassen – diese Methode kommt dem natürlichen Wasserkreislauf am nächsten. Und wenn ein Bach an Ihr Grundstück grenzt, können Sie das Wasser auch direkt dorthin ableiten. Welche Verfahren es gibt und welches für Ihr Grundstück das geeignetste ist, erfahren Sie in der Beschreibung der verschiedenen Bewirtschaftungsmethoden.

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