Der Bau eines Versickerungsteichs besteht genau genommen aus zwei Teilen:
Der erste Teil ist die Erstellung eines Gartenteichs nach Ihren Vorstellungen. Dieser Teil hat mit der Versickerung noch nicht direkt zu tun. Wichtig ist, dass Sie sich bereits zu Beginn der Arbeiten darüber klar sind, wie groß der Versickerungsbereich werden muss und insbesondere wie stark der Wasserstand im Randbereich schwanken soll – denn das ist die Tiefe der Versickerungsanlage, und um diesen Teil müssen Sie den gedichteten Teil des Teichs im Vergleich zum restlichen Garten „tieferlegen“.
Im zweiten Teil wird der ungedichtete Randbereich als Versickerungsbereich hergerichtet – auch hierbei unterliegt die Gestaltung Ihrem Geschmack. Alternativ können sie dem Teich auch einen Überlauf zu einer Versickerungsmulde geben – in diesem Fall benötigen Sie aber keine spezielle Teich-Bauanleitung, sondern gestalten den Teich nach Teil 1 und lesen für die Mulde im entsprechenden Kapitel nach.
Sie müssen also zunächst mit dem Bodentest die Wasserdurchlässigkeit des Bodens ermittelt haben und das für eine Versickerung notwendige Muldenvolumen – denn nichts anderes ist der Raum im Randbereich des Teichs ja.