Gelsenkirchen
Grundschule Horst

Vorher: Der Schulhof der Grundschule am Schloss ist nahezu komplett versiegelt, die wenigen Grünbereiche stehen unter entsprechendem Nutzungsdruck - eine ziemlich alltägliche Situation auf einem Schulgelände. Der Wille, an diesem Zustand etwas zu verändern, ist bei Lehrern, Eltern und Schülern gleichermaßen vorhanden; Impulse und eine fachliche Ausarbeitung der Möglichkeiten, die natürlich auch den Umgang mit dem Regenwasser beinhalten sollten, fehlen aber.

Nachher: eine große Mulde nimmt das Regenwasser des gesamten Schulhofs auf. Das Schulgelände ist nun rundherum grün; die Mulde wird schnell in die Pausenspiele eingebunden. 3.000 m² Hoffläche belasten die Kanalisation nicht mehr mit ihren Abflüssen.

Der im Rahmen einer Diplomarbeit entwickelte Entwurf für diesen neuen Weg des Regenwassers auf dem Schulgelände der Grundschule am Schloss Horst gliedert sich in mehrere Baukästen, die unabhängig voneinander realisiert werden können. Das Medium Wasser wird damit für die Schüler auf dem Schulgelände sichtbar und erlebbar gemacht. Das Besondere an diesem Projekt: alle Ideen wurden von den Schülern selber erarbeitet, die im Rahmen einer speziell hierzu gestalteten Unterrichtsreihe als „Regenwasserdetektive“ tätig wurden und die Möglichkeiten zur Abkopplung auf ihrem Schulgelände gründlich unter die Lupe nahmen. Diese vorbildliche Umweltbildung hat zu einer Auszeichnung des Projektes als „Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“ der UN geführt - die vierte derartige Auszeichnung für Gelsenkirchen.

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